NABU-Thema des Monats

- jeden Monat neu -
Einmal monatlich veröffentlicht der NABU Rhein-Lahn einen selbstverfassten Beitrag zu Themen des Umwelt- und Naturschutzes in den Verbandsgemeindeblättern von Diez, Bad Ems, Nassau, Katzenelnbogen und Hahnstätten. An dieser Stelle finden Sie den jeweils jüngsten Text.

 

Dezember 2017:  Stunde der Wintervögel

„Het groote Vogelweekend“ in Belgien (27.-28.1.2018), „Vinterfåglar inpå Knuten“ in Schweden (26.-29.1.2018), „Nationale Tuinvogeltelling“ in den Niederlanden (27.-28.1.2018), „Big Garden Birdwatch“ in Großbritannien (27.-29.1.2018): Das sind nur einige der vielen nationalen Aktionen anderer europäischer Naturschutzverbände. Und auch der NABU Deutschland ruft für das Wochenende 5.-7.1.2018 zum inzwischen achten Mal zu seiner bundesweiten Vogelzählaktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den sogenannten Standvögeln wie Kohlmeise und Dompfaff, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich mitunter zusätzliche Wintergäste wie Bergfink und Seidenschwanz beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa gezogen sind. 2017 haben insgesamt mehr als 120.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 82.000 Gärten rund 2,8 Millionen Vögel gemeldet.
 
Besonders leicht fällt das Zählen am Futterhaus, denn bei Kälte und Schnee freuen sich viele Vögel über das Futter, das wir Menschen ihnen anbieten. Und so mancher sonst scheue gefiederte Wintergast wurde schon am Futterhäuschen gesehen. Aber über unsere Vögel im Winter gibt es immer noch zu wenige wissenschaftliche Erkenntnisse. Wie passen sie sich an die kalte und futterarme Jahreszeit an? Welche Vögel werden durch Winterfütterung gefördert, welche nicht? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel im Winter aus? Diese und andere Fragen will die „Stunde der Wintervögel“ beantworten. Dabei geht nichts ohne Ihren Beitrag! Denn mit Ihren Beobachtungen vergrößern Sie die Datenmenge und verbessern damit das Ergebnis. Sie persönlich liefern damit neue Erkenntnisse über unsere Wintervögel und erweitern bekanntes Wissen. Vögel zu füttern macht zudem Spaß. Für Kinder kann es sogar einen großen Beitrag zur Allgemeinbildung leisten. Denn durchschnittlich kennen Schulkinder nur noch 4 der 12 häufigsten heimischen Vögel! Daher steht die Stunde der Wintervögel auch unter dem Motto „Hinschauen bildet!“. 
 
So funktioniert die Aktion: Es gilt, genau eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden kann zu einer beliebigen Zeit. Dabei wird von jeder Vogelart die höchste Zahl von Individuen notiert, die sich während dieser Stunde gleichzeitig beobachten ließ. Das vermeidet Doppelzählungen. Dabei zählen auch Vögel, die sich im Garten nicht niederlassen, sondern ihn nur überfliegen. Unter www.stundederwintervoegel.de kann die Meldung online erfolgen. Am 6. und 7. Januar – also nur am Samstag und am Sonntag – ist außerdem von 10 bis 18 Uhr unter 0800-1157115 eine kostenlose Telefonnummer geschaltet. Die Beobachtungen können aber auch per Post übermittelt werden; Adresse: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin. Meldeschluss ist der 15. Januar. Unter allen Teilnehmern verlost der NABU übrigens attraktive Preise!

 

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